Im Gespräch mit Mirjam Würth

Für die Gemeindeanzeiger von Frenkendorf und Füllinsdorf habe ich mich mit Mirjam Würth, Landrätin aus Frenkendorf unterhalten. Hier zum Nachlesen:

 

Mirjam Würth: Als ausgebildete Biologin habe ich mich schon früh dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. Im ersten beruflichen Trimester, ging ich als Forscherin den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf den Grund. Dann , habe ich als Nachhaltigkeitsanalystin Grundlagen  für gewinnbringende Investitionen in gesellschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvoll agierende Unternehmen erarbeitet. Nun steht für mich im letzten Trimester meiner Berufstätigkeit der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft im Zentrum. Beginnt hier Dein Engagement, Julia?

Julia Baumgartner: Ja, das ist mein Ansatz: Als Chorleiterin begegne ich vielen Menschen. Das gemeinsame Musizieren fördert ein Zusammengehörigkeitsgefühl – generationen- und kulturübergreifend. Genau diesen Zusammenhalt brauchen wir gesamtgesellschaftlich. Mich beschäftigt denn auch die Frage, wie wir die Demokratie weiterentwickeln können. Denn Demokratie ist nie ein abgeschlossener, sondern immer ein laufender Prozess. Kollektive Projekte und mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten auf allen Ebenen sind dringend notwendig für eine Gesellschaft, die Nachhaltigkeit und Solidarität lebt.

Mirjam Würth: Genau, „Solidarität“ ist ein wegweisendes Stichwort. Heute mache ich mich stark für die soziale und wirtschaftliche Integration von Menschen, die unter uns leben. Für einmal laufen hier wirtschaftliche und soziale Interessen Hand in Hand. Nämlich, dann wenn es uns gelingt, die Fähigkeiten und Fertigkeiten eines jeden Menschen möglichst gut zu entwickeln, behalten wir die Kosten im Griff und  erreichen eine stärkere und ausgeglichenere Gesellschaft. Im Landrat setze ich mich dafür ein, dass bei allen Geschäften soziale und ökologische Anliegen mitgedacht und so gut wie möglich mitberücksichtigt werden sowie für mehr Ausgleich zwischen Wirtschaft, Natur und Gesellschaft.

Julia Baumgartner: Für mich ist klar, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Wir müssen weg von der Profitlogik, hin zu einer Politik, die sich stark macht für ein gutes Leben für alle. Dafür müssen wir mit alten Rollenbildern brechen, Massnahmen gegen die Klimakatastrophe ergreifen und die Bedingungen schaffen, in der sich jeder Mensch frei entfalten kann.

Zusammengefasst machen wir uns beide stark für ein soziales und nachhaltiges Baselbiet, in dem die Vielfältigkeit von Natur und Menschen ihren Platz hat.

 

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